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Schultereckgelenksprengung

Bei einer Schultereckgelenksprengung werden die Bänder des Schultereckgelenks verletzt. Die Ursache ist meistens ein (Sport-)Unfall. Typisches Symptom sind starke Schulterschmerzen
aktualisiert am 15.03.2017

So kann es zur Schultereckgelenksprengung kommen: Der Torwart erwischt den Ball, hält ihn fest, kann sich deshalb nicht mehr mit der Hand abstützen und stürzt ungebremst auf seine Schulter

iStock/ Alex Kalina

Was ist eine Schultereckgelenksprengung?

Das Schultereckgelenk – nicht zu verwechseln mit dem Schultergelenk! – ist die feste Verbindung zwischen dem äußeren Schlüsselbein (Clavicula) und dem Schulterblatt (siehe Grafik unten). Mehrere Bänder halten das Gelenk in Position. Seine oberflächliche Lage macht es anfällig für Verletzungen.

Bei einer Schultereckgelenksprengung (auch Schultereckgelenkverrenkung genannt) werden die Bänder gedehnt, eingerissen oder zerrissen, die das Schultereckgelenk stabilisieren und zusammenhalten. Oft geschieht das bei einem Sturz oder Zusammenstoß.

Das Schultereckgelenk verbindet das äußere Ende des Schlüsselbeins mit einem Knochenvorsprung des Schulterblattes. Dieser Knochenvorsprung heißt Acromion – deshalb wird das Gelenk medizinisch Acromioclaviculargelenk (ACG) genannt. Zum Vergrößern bitte auf die Lupe oben links im Bild klicken!

istock/dlewis33

Ursache: Meist geht einer Schultereckgelenksprengung ein Sturz auf den ausgestreckten Arm, auf die Schulter oder – seltener – auf die ausgestreckte Hand voraus oder der Hergang spielt sich so ab, wie oben am Beispiel eines Torwarts beschrieben. Oft handelt es sich um eine Sportverletzung. Männer sind häufiger betroffen als Frauen. (Mehr dazu im Kapitel Ursachen).

Symptome: Eine Schultereckgelenksprengung verursacht üblicherweise sofort Schulterschmerzen in Ruhe und bei Bewegungen. Der Bereich um das Gelenk kann anschwellen. Manchmal verschiebt sich durch den Unfall das Schlüsselbein nach oben, was dann äußerlich zu sehen ist. (Mehr dazu im Kapitel Symptome).

Die Diagnose ergibt sich oft schon aus dem Unfallhergang und der körperlichen Untersuchung. Der Arzt nimmt zusätzlich oft eine Röntgen-Untersuchung vor, gelegentlich mit belastetem Arm. Eventuell findet eine Magnetresonanz-Tomografie statt, um den Bänderschaden zu beurteilen oder eine Ultraschall-Untersuchung.

Die Therapie richtet sich nach dem Schweregrad der Verletzung und der individuellen Situation des Patienten. Oft genügt eine Ruhigstellung mit Verbänden. Manchmal muss operiert werden.

Die Schultereckgelenksprengung wird auch ACG-Sprengung, AC-Gelenksprengung oder AC-Sprengung genannt.

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Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.




Bildnachweis: istock/fotostorm/svetikd/Mihajlo Maricic/alvarez; Fotolia/oneinchpunch, istock/dlewis33, iStock/ Alex Kalina
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